Rezension: Koreanisch Intensiv – Grund- und Aufbaukurs

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  • Autoren: Dorothea Hoppmann, Soyeon Lee, Dennis Würthner
  • Taschenbuch: 342 Seiten, Begleit-CD
  • Verlag: Helmut Buske Verlag, Hamburg
  • Auflage: 3 (15. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch, Koreanisch
  • ISBN: 978-3-87548-750-3
  • Preis: EUR 58

Schlägt man das Buch an einer beliebigen Stelle auf, fällt nicht nur die lieblose grafische Gestaltung auf, sondern auch die Masse an koreanischem Text. Nun gut, die koreanische Schrift ist leicht zu erlernen. Doch mindestens zu Beginn wäre die romanisierte Umschrift eine willkommene Gedankenstütze.

Wichtiger wäre allerdings, dass die Vokabeln von einer Tonaufnahme begleitet wären, denn gesprochen klingen koreanisch Wörter ganz anders, als sie geschrieben erscheinen. Zwar liegt dem Buch eine Begleit-CD bei, doch dort sind nur Bruchstücke eines Dialogs verfügbar, Track 7 im Kapitel 2 «Begrüssung» dauert gerade einmal 17 Sekunden, gesprochen von einer Stimme, die sich sehr gut für eine Hypnose eignen würde. Undenkbar, dass man sich das mehrmals oder über längere Zeit anhören möchte.

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Zwar bietet das Buch mit rund 1’400 Wörtern eine geballte Ladung Vokabular (ohne Audio), doch wie er dieses anwenden soll, erfährt der Leser nicht. Ohnehin dürfte es für den Anfänger bedeutungslos sein, zu wissen, dass die Stadt Eumseong in der Provinz Nord-Chungcheon liegt oder das Art Council Korea vor 2005 Korea Culture and Art Foundation hiess. Aber auch die praxistauglicheren Dialoge (Zielpublikum sind vermutlich Angestellte deutscher Firmen, die in ein koreanisches Unternehmen entsandt werden), wirken etwas angestaubt.

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Bei der Grammatik wird sehr viel reingepackt und wenig erklärt. Immerhin, wem es gelingt, sich durch dieses Buch hindurchzukämpfen, dürfte mit allen grammatischen Problemen fertig werden, die die koreanische Sprache bietet.

Vorteile:

  • eines der wenigen umfassenden Lehrbücher in deutscher Sprache
  • relativ umfassend, was die Grammatik angeht

Nachteile:

  • abschreckende grafische Gestaltung
  • fehlende Erklärungen hinsichtlich der Grammatik
  • zu bruchstückhaftes Audio
  • angestaubt
  • relativ teuer

Fazit: Mit einem solchen Buch ist Sprachenlernen eine Qual.

 

Ein Gedanke zu „Rezension: Koreanisch Intensiv – Grund- und Aufbaukurs

  1. Danke für den interessanten Blog und vielen Dank für die Warnung! Gibt es denn eine Alternative, für Fortgeschrittene? Gerne auch auf Englisch, das wäre mir egal. In Korea hatte ich ganz gute Bücher, hab sie aber alle dort gelassen und weiß heute die Titel auch nicht mehr… Oder gibt es eine Youtube-Empfehlung? Grüße und Kamsahamnida 🙂

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